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Am Rande der Welt

Günter Eich in Geisenhausen 1944-1954 - Das entscheidende Lebenskapitel Günter Eichs erstmalig aus den Quellen erzählt.

Klappentext zu „Am Rande der Welt“

Eine Biographie von Günter Eich, dessen Hörspiele und Gedichte die Nachkriegsliteratur auf einzigartige Weise geprägt haben, fehlt. Nach dem Zweiten Weltkrieg verbrachte Eich einige Jahre im niederbayerischen Geisenhausen, wohin es ihn 1944 als Soldat verschlagen hatte und er als entlassener Kriegsgefangener 1945 zurückkehrt war. Roland Berbig erzählt von diesem vielleicht entscheidenden Lebenskapitel des Dichters aus weitgehend unbekannten Quellen.Im Hause der regional und religiös tief verwurzelten Familie Schmid fand Eich aus seiner persönlichen und literarischen Existenzkrise heraus. Er lernte wieder leben und wurde mit allen Folgen, die der Krieg und das NS-Regime verursacht hatten, konfrontiert: mit den Vorschriften der Besatzer, den Flüchtlingsströmen, mit entlassenen KZ-Häftlingen. Scheinbar vom Rande der Welt blickte er in deren verstörende Mitte und fand die poetische Sprache, dies zu beschreiben. Beinahe alle Hörtexte, die in Geisenhausen entstanden, tragen Spuren dieser Welt in sich (etwa "Die Andere und ich" und die legendären "Träume")."Geisenhausen", so Ilse Aichinger, seit 1953 Eichs Frau, "ist für mich eine der eigentlichen Begründungen meiner Existenz."
Buchdeteils:
  • 2013, 536 Seiten, 103 Schwarz-Weiß-Abbildungen, 
  • Maße: 14,9 x 22,8 cm, 
  • Gebunden, Deutsch 
  • Verlag: Wallstein 
  • ISBN-10: 3835312596 
  • ISBN-13: 9783835312593 


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Das erste Leben der Angela M.

Anhand von neuen Dokumenten und Gesprächen mit Zeitzeugen können die Autoren das erste Leben der Angela Merkel neu erzählen und zeigen, dass das Bild, das wir von ihren ersten 35 Lebensjahren haben, nicht zutrifft. Denn die ehrgeizige und systemkonforme Physikerin gehörte der sowjetisch geprägten Wissenschaftselite des SED-Staates an und trat 1989 für einen demokratischen Sozialismus ein – eine erstaunliche Ausgangsposition für die spätere Bundeskanzlerin. Die Autoren interviewten Zeitzeugen und recherchierten in Archiven über dieses erste Leben der Angela Merkel. Sie belegen, dass die Bundeskanzlerin in ihren politischen Ehrgeiz nicht erst im Zuge der Wende entdeckte. Als Angehörige der sowjetisch geprägten Wissenschaftselite des SED-Staates war sie zielbewusst und system-konform. Unter dem Eindruck von Gorbatschows Glasnost und Perestroika trat sie dann als Reformkommunistin für einen demokratischen Sozialismus in einer eigenständigen DDR ein. Und doch war sie nur fünfzehn Monate nach dem Mauerfall Bundesministerin im wiedervereinigten kapitalistischen Deutschland. Ralf Georg Reuth und Günter Lachmann zeigen, wie dieses erste Leben ihr zweites als CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin mitbestimmt, bis heute.

Buchdetails:
  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: Piper (14. Mai 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492055818
  • ISBN-13: 978-3492055819
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Erste Günter Eich Biografie

Der Dichter Günter Eich wurde am 01. Februar 1907 in Lebus, Deutschland geboren und bekanntesten Lyrikern und Hörspielautoren der deutschen Nachkriegsliteratur. Nach seinem Schuleabschluß studierte Eich Rechtswissenschaften und orientalische Sprachen in Leipzig, Paris und Berlin. 1932 brach er jedoch sein Studium ab und lebte als freier Schriftsteller in Berlin. 1929 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband "Die Gedichte". Die Jahre 1933 bis 1940 waren seine produktivste Zeit. Er veröffentlichte in der Zeitschrift "Das Innere Reich"einzelne seiner Gedichte und unter anderem auch im November 1935 seine Erzählung "Katharina". Neben Gedichten schrieb Günter Eich auch zahlreiche Hörspiele. Sehr bekannt wurde sein Hörspiel "Träume".

Er war ein vor allem ein Künstler des Versteckspiels. Sein poetisches Versteck verließ Günter Eich in seinen letzten Lebensjahren gar nicht mehr. Ihm ist es sogar gelungen, mit Hilfe seines kürzlich verstorbenen Schweizer Freundes Heinz G. Schafroth, die Spuren zu seiner letzten Ruhestätte zu verwischen. Als er am 20. Dezember 1972 in einem Salzburger Krankenhaus verstarb, wurde er nicht in Lenggries in Oberbayern beerdigt. Dort lebte er mit seiner Frau Ilse Aichinger und den Kindern Clemens und Mirjam seit 1956. Seine Asche wurde im engsten Familienkreis in den Weinbergen oberhalb der Schweizer Stadt Biel verstreut.

Am Ende schrieb Eich nur noch "Maulwürfe" und feilte an einer anarchistischen Gedichtgrammatik. Es verwundert nicht, dass es zu diesem Dichter bislang keine brauchbare Biografie gab. Bei einen Luftangriff wurde 1943 die Berliner Wohnung Eichs vollkommen zerstört und fast alle Manuskripte gingen dabei verloren. Auch das hat viele Biografen entmutigt, sich mit seiner Person zu beschäftigen.

Nach akribischer Recherche hat nun der Berliner Literaturwissenschaftler Roland Berbig das schier Unmögliche realisiert: Dank der Auswertung lange unbekannter Lebenszeugnisse konnte Berbig ein zentrales Teilstück im Leben des Dichters rekonstruieren: die Jahre von 1944 bis 1954, die Eich im niederbayerischen Provinzflecken Geisenhausen in der Obhut der Spengler-Familie Schmid zugebracht hatte. Dabei bleiben die Vorkriegsjahre ausgeblendet, in denen Eich im Umfeld des Dresdner Dichterkreises um die Zeitschrift "Die Kolonne" seine ersten Gedichte veröffentlichte und zu einem der meist beschäftigten Hörspiel-Autoren der Nazi-Zeit aufstieg.

Die Höhepunkte der Biografie sind die berührenden Passagen, in denen Roland Berbig die Korrespondenz Eichs mit Ilse Aichinger und mit seinem verlässlichsten Freund, dem Schweizer Steinmetz, Gärtner und Dichter Rainer Brambach vorstellt.

Roland Berbigs Biografie "Am Rande der Welt" - Günter Eich in Geisenhausen 1944–1954 erschien nun (2013) im Wallstein Verlag, Göttingen.
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Die Lieben meiner Mutter

Das Porträt einer faszinierenden Frau, die ohne Rücksicht auf die Konventionen ihrer Zeit lebte: Nach Jahrzehnten findet Peter Schneider alte Briefe seiner Mutter. Darin entdeckt er eine ihm unbekannte Frau: Seine Mutter dachte oft an ihren fernen Ehemann, einen Komponisten und Dirigenten. Und an ihren Geliebten.

Klappentext zu „Die Lieben meiner Mutter“


Jahrzehntelang haben ihre Briefe aus der Kriegs- und Nachkriegszeit ungelesen im Schrank gelegen. Als Peter Schneider sich endlich entschließt, die in Sütterlin geschriebenen Briefe seiner Mutter trans­kribieren zu lassen, stößt er auf eine unglaubliche Geschichte – eine offene Dreiecksbeziehung. Eine aufwühlende Recherche beginnt. Peter Schneiders Erinnerungen an die Jahre, die er mit seiner Mutter und seinen Geschwistern nach der Flucht im bayrischen Dorf Grainau unterhalb der Zugspitze verbrachte, sind noch sehr lebendig – aber sie kreisen um jemand anderen. Willy, der sieben Jahre ältere Jugendliche, schlug Peter und seine Schwester in seinen Bann, weil er ihnen etwas Großes versprach: Dank seines gu­ten Drahts zum Erzengel Michael würde er sie das Fliegen lehren. Während die Geschwister den Erzengel mit Geld und gestohlenen Naturalien aus dem Vorrat der Mutter gnädig zu stimmen versuchten, bewegte sich ihre Mut­ter in ganz anderen Sphären. In ihren Gedanken und ihren Briefen war sie beim fernen Ehemann, einem Komponisten und Dirigenten – und bei ihrem Ge­liebten, einem bekannten deutschen Opernre­gisseur, der in den Nachkriegs­jahren mit aufsehenerregenden Inszenie­rungen Furore machte. Aus ihren Briefen und seinen Erinne­rungen rekonstruiert Peter Schneider seine Kindheit und entwirft das vielschichtige Porträt einer faszinierenden Frau, die ohne Rücksicht auf die Konven­tionen der Zeit ihren Leidenschaften folgte und viel zu früh starb.

Buchdetails:
  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch; Auflage: 3 (16. Mai 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462045148
  • ISBN-13: 978-3462045147
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Geliebter Mörder

"Geliebter Mörder" - Eine wahre Geschichte, so packend wie ein Thriller

Kristin Ganzwohl lernt Claus bei einer Partnerbörse im Internet kennen. Ein Glücksfall, beide sind Anfang vierzig, und schon bald fühlt es sich an wie Liebe. Bis er ihr nach vier Monaten ein Geständnis macht, das Kristin ins Bodenlose stürzen lässt: Claus hat elf Jahre zuvor seine Freundin umgebracht – er ist ein verurteilter Mörder … Der packende Bericht einer Frau, die entscheiden muss, ob eine Liebesbeziehung mit einem Mörder möglich ist.

»Wir müssen reden.« Ein Satz, der nichts Gutes verheißt. Kristin Ganzwohl kennt Claus erst vier Monate, erlebte Romantik pur und echte Gefühle mit ihm. Gesteht er jetzt, dass er eine andere liebt, uneheliche Kinder hat oder schlimmer noch: Krebs? Was nun folgt, ist das Geständnis eines verurteilten Mörders. Elf Jahre zuvor hat er seine Freundin umgebracht. Seine Strafe ist verbüßt, er ist ein freier Mann, der seine Tat zutiefst bereut. Er hat studiert, Therapien gemacht, jetzt einen Managerposten und bittet Kristin, ihm und ihrer Liebe eine Chance zu geben. Geht das? Kann sie diesem Mann je wieder vertrauen? Der erste Impuls ist Flucht. Aber sie liebt ihn – trotz allem. Und so beginnt nach dem Schock der Alltag mit Claus, dem Mörder, den sie jetzt erst kennenlernt.

Buchdetails:
  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag (13. Mai 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453285395
  • ISBN-13: 978-3453285392
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Mein Leben nach der Todeszelle

Während seine angeblichen Mittäter 1993 zu Haftstrafen verurteilt wurden, verhängte das Gericht gegen Damien Echols die Todestrafe: Das Trio sollte einen achtjährigen Jungen ermordet haben. Nach 18 Jahren Todeszelle schildert der inzwischen rehabilitierte Echols die schwere Zeit. 

Klappentext zu „Mein Leben nach der Todeszelle“

Die ebenso schockierende wie bewegende Geschichte eines Mannes, der 18 Jahre in der Todeszelle saß.Im Jahr 1993 wurden Damien Echols, Jason Baldwin und Jessie Misskelley Jr. – bald bekannt unter dem Namen „The West Memphis Three“ – für schuldig befunden, drei achtjährige Jungen ermordet zu haben. Baldwin und Misskelley erhielten lebenslange Haftstrafen, Echols wurde zum Tode verurteilt. In den folgenden Jahren wurden die „WM3“ weltweit zum Symbol für die Verfehlungen des amerikanischen Justizsystems und erhielten breite Unterstützung. In einer spektakulären Wende der Situation und aufgrund neuerlicher DNA-Tests wurden alle drei Männer im August 2011 entlassen. In seinem Buch schildert Damien Echols, der stets seine Unschuld beteuerte, was es bedeutet, 18 Jahre lang in der Todeszelle zu sitzen, und er erzählt, wie es ihm gelang, den psychischen wie physischen Terror, dem er ausgesetzt war, zu überleben.

Buchdetails:
  • 2013, 416 Seiten,
  • Maße: 14,3 x 22 cm,
  • Gebunden, Deutsch,
  • Übersetzung: Rainer Schmidt
  • Verlag: Goldmann
  • ISBN-10: 3442313406
  • ISBN-13: 9783442313402
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Zeit, gehört zu werden

Opfer eines Justizskandals

Am 1. November 2007 wurde in Perugia die britische Austauschstudentin Meredith Kercher ermordet. In einem spektakulären Prozess sprach das Gericht die US-Bürgerin Amanda Knox schuldig und verurteilte sie zu 26 Jahren Haft. Knox legte Berufung ein und wurde freigesprochen.

Nun meldet sie sich zu Wort und erzählt in "Zeit,gehört zu werden", wie sie Opfer eines Justizskandals wurde.

Klappentext zu „Zeit, gehört zu werden“

Es war ein bestialischer Mord. Am 1. November 2007 wurde in Perugia die britische Austauschstudentin Meredith Kercher in ihrer Wohnung vergewaltigt und brutal abgeschlachtet. Im Fokus der Ermittlungen stand sofort Merediths amerikanische Mitbewohnerin Amanda Knox. Gemeinsam mit ihrem Freund Raffaele Sollecito und einem Afrikaner soll sie die Bluttat begangen haben. In einem spektakulären Indizienprozess wurde Amanda Knox schuldig gesprochen und zu 26 Jahren Haft verurteilt. Doch die Ermittlungen waren durch schwere Pannen und massive mediale Vorverurteilungen gekennzeichnet. In einem Berufungsverfahren im Oktober 2011 wurde dann die Beweisführung der Anklage verworfen – Amanda war endlich wieder frei und konnte in ihre Heimat ausreisen. Nun meldet sie sich zu Wort und erzählt, wie sie Opfer eines Justizskandals wurde. Sie berichtet über die beispiellose Hexenjagd und die rüden Verhörmethoden der italienischen Polizei; über ihre seelischen Qualen während des Prozesses und der über 1400 Tage im Gefängnis. Sie erzählt aber auch von dem starken Rückhalt, den sie von ihrer Familie, ihren Freunden und vielen Unbekannten aus aller Welt erfahren hat. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die fast für ein Verbrechen gebüßt hätte, das sie nicht begangen hat.

Autoren-Porträt von Amanda Knox

Amanda Knox wurde am 9. Juli 1987 in Seattle, Washington geboren. Die Ehe ihrer Eltern wurde geschieden, als Amanda noch ein Kleinkind war. Bis 2005 besuchte sie die Seattle Preparatory School. 2005-2007 studierte sie an der University of Washington. Ab Herbst 2007 war sie an der Ausländeruniversität in Perugia immatrikuliert, wo sie bald darauf in den Mordfall Meredith Kercher verwickelt und des Mordes angeklagt wurde. Vier Jahre war Amanda Knox inhaftiert, bevor sie im Oktober 2011 freigesprochen wurde.

Buchdetails:
  • 2013, 480 Seiten, teilweise farbige Abbildungen, Maße: 15 x 22 cm, Geb. mit Su., Deutsch
  • Verlag: DROEMER KNAUR
  • ISBN-10: 3426276062
  • ISBN-13: 9783426276068
  • Erscheinungsdatum: 29.04.2013


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Das Mädchen, dass aus dem Dschungel kam

Eine Kindheit unter Affen -  Ein Leben, das für drei reicht: erschütternd, unfassbar, herzergreifend.

Klappentext zu „Das Mädchen, das aus dem Dschungel kam“

Kurz vor ihrem fünften Geburtstag wird Marina aus ihrem Dorf in Kolumbien entführt und im Dschungel ausgesetzt. Ein kleines Mädchen, ganz auf sich gestellt, eigentlich chancenlos in der Wildnis. Völlig verängstigt irrt sie umher, bis sie auf ihre Retter trifft: Kapuzineraffen, die sie in ihren Clan aufnehmen und von denen sie schließlich alles lernt, was sie im Dschungel braucht. Je mehr Zeit sie mit den Affen verbringt, desto mehr vergisst Marina ihr Menschenleben. Doch dann, nach etwa fünf Jahren, wird sie von Wilderern entdeckt und an ein Bordell verkauft. Es gelingt ihr, den schrecklichen Verhältnissen dort zu entfliehen, und nach einer langen Odyssee findet sie schließlich Freunde, die ihr ein normales Leben in der Menschenwelt ermöglichen.

Buchdetails:
  • 2013, 2. Aufl., 316 Seiten, mit farbigen Abbildungen, mit Schwarz-Weiß-Abbildungen, Maße: 13,5 x 21 cm, Taschenbuch, Deutsch, Übersetzung: Maier-Längsfeld, Sabine
  • Verlag: Polaris Verlag
  • ISBN-10: 3499614596
  • ISBN-13: 9783499614590


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Guckt ihr nur!

Schaufenstergeschichten aus dem Leben zweier Huren - Authentisch, packend und humorvoll

Seit über fünfzig Jahren arbeiten die Zwillingsschwestern Louise und Martine Fokkens als Prostituierte in Amsterdam. In „Guckt ihr nur!” schieben die beiden 69-jährigen Damen die Gardinen ihrer Schaufenster beiseite und gewähren dem Leser einen authentischen Blick hinter die Kulissen des berühmtesten Rotlichtviertels der Welt. Sie berichten über ihren »Einstieg« ins Gewerbe, plaudern über Zuhälter, Kolleginnen und Kundschaft, verraten ihre besten Tricks und Kniffe und lassen ein paar Stammkunden zu Wort kommen …

Die Zwillingsschwestern Louise und Martine Fokkens wurden 1942 in Amsterdam geboren. Die Ältere, Louise, ist lebenslustig und träumt von einem abenteuerlichen Leben, als sie mit siebzehn von einem kleinen Ganoven aus dem Rotlichtmilieu schwanger wird, bestehen die Eltern auf eine Hochzeit. Als Louise zwanzig ist, zwingt ihr Ehemann Willem sie zur Prostitution. Martine, die jüngere Schwester, heiratet ebenfalls, und als ihre Familie in Geldsorgen gerät, beginnt auch sie, als Prostituierte zu arbeiten. Anfangs arbeiten beide Schwestern in einem »Hurenhaus«, 1978 machen sie sich selbstständig und kaufen sich einen eigenen »Schaukasten«, später eine Kneipe im selben Viertel.

Louise hat sich 2009 zur Ruhe gesetzt, doch Martine arbeitet immer noch in ihrem Schaukasten in der Oude Nieuwstraat. Dort begegnete ihr 2010 der Regisseur Ron Schröder, und die Idee des Dokumentarfilms wurde geboren, der 2011 die gesamten Niederlande begeisterte. 

Buchdetails:
  • 2013. Taschenbuch. ca. 222 S. Kartoniert / Broschiert
  • Blanvalet Taschenbuchverl ISBN 978-3-442-38136-4
  • Format (B x L): 11,6 x 18,8 cm
  • Gewicht: 209 g

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Muttitasking

Klappentext zu „Muttitasking“

Mütter befinden sich täglich im Sturzflug von den hohen Idealen der perfekten Familie zu den schnöden Dramen des Alltags. Sie unterbrechen morgens eine Chefbesprechung wegen Windpockenalarm aus dem Kindergarten. Mittags versuchen sie an der Supermarktkasse locker zu bleiben, wenn sich die lieben Kleinen brüllend vor der Quengelware auf dem Boden wälzen. Und sie fragen abends beim Kochen Vokabeln ab, leisten telefonische Notfallseelsorge für die beste Freundin und beantworten gleichzeitig noch die Mail des Elternbeirats. Monika Bittl und Silke Neumayer, selbst Meisterinnen im Muttitasking, berichten ehrlich und charmant über den zuweilen irrwitzigen Alltag der Mütter zwischen Kind, Job und Haushalt.
"Mütter sind einfach die perfekten Manager. In diesem unterhaltsamen Buch wird es ganz klar. Absolut witzig wird hier der tägliche Wahnsinn einer Mutter beschrieben. Auch für die Männerwelt interessant, die unbedingt mal geanu wissen wollten, wie der ganz normale Wahnsinn in der heimischen Behausung abgeht." fachbuchkritik.de, 26.04.2013

"Wie tröstlich, von anderen zu hören, dass das Mutterleben in München der totale Wahnsinn ist. Das Buch MUTTITASKING der beiden Münchner Autorinnen Monika Bittl und Silke Neumayer (Knaur Verlag) liefert da einen satirischen Beitrag." Süddeutsche Zeitung, 11.05.2013

Buchdetails:
  • 2013, 256 Seiten, Maße: 12,5 x 19 cm, Taschenbuch, Deutsch
  • Verlag: DROEMER KNAUR
  • ISBN-10: 3426785390
  • ISBN-13: 9783426785393

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Von und über Thomas Brasch

Dichter, Theaterautor, Filmemacher und Übersetzer, Das war Thomas Brasch. Die Familienbiografie ist besonderes Interessant, weil sie eine Geschichte des 20. Jahrhunderts erzählt. Der 23-jährige Brasch verteilte in der DDR Flugblätter gegen die militärische Niederschlagung des Prager Frühlings im Jahr 1968. Sein eigener Vater ist ein hoher SED-Funktionär und stellvertretender Minister. Er lieferte ihn daraufhin an die Polizei aus. Für den Sohn bedeutete die Treue zu Partei des Vaters Haft und Folter.
Nachdem er 1976 in den Westen ging, veröffentlichte er das Buch „Vor den Vätern sterben die Söhne“.
Jetzt schrieb die Tochter, Marion Brasch, den „Roman meiner fabelhaften Familie“. Die 51-jährige Journalistin und Radio-Eins-Moderatorin ist die einzig Lebende noch. Mutter Gerda und Vater Horst Brasch sowie der mittlere Sohn Klaus, Hauptdarsteller im DEFA-Klassiker „Solo Sunny“, sind seit über 20 Jahren tot. Thomas Brasch und der jüngste Sohn Peter, auch Schriftsteller, starben 2001.

3100044207 Ab jetzt ist Ruhe: Roman meiner fabelhaften Familie
Marion Brasch

Um die historische Tragweite des Buches ermessen zu können, muss man die Hintergründe kennen. Im Buch heißen die Personen nur „Vater“ oder „ältester Bruder“. Die Familie sei mit dokumentarischer Wahrhaftigkeit dargestellt. Bei den anderen Figuren habe Marion Brasch freier fabuliert. Neben der Icherzählerin Marion stellt der Vater eine zweite Hauptfigur dar. Der Vater, ein mächtiger Staatsfunktionär, konvertierte vom Judentum zum Katholizismus.  Während des Krieges wird er im englischen Exil zum gläubigen Kommunisten. Mit den drei Brüdern fechtet er erbitterte Kämpfe aus.


DEFA-Klassiker „Solo Sunny“
Die Tochter ist die letzte Hoffnung des Vaters, um sein sozialistisches Erziehungsmodell zu verwirklichen. Ihm zuliebe tritt sie in die Partei ein, doch engagiert sich dort nicht weiter. Der Vater will ihr Bestes und besorgt ihr eine Neubauwohnung und Telefon. Eines Tages sagt er: „Dein sogenannter Freund hat einen Ausreiseantrag gestellt.“ Die Tochter hatte ihre Liebelei noch nicht einmal zu Hause erwähnt, als der Vater Brasch sie bereits staatlicherseits ins Visier nahm. Der Druck von Partei und Ideologie machen nicht einmal vor den Kindern halt. Daran sieht sie ihn auch zugrunde gehen.

Marion Brasch erzählt ihre Geschichte im lakonische Ton. Kleiner werden die Ereigneisse davon nicht. Marion Brasch wählt für ihre genauen Beobachtungen die Perspektive der scheinbar kleinen Schwester am Rande. Im beiläufigen Erzählton formuliert sie ihre eigene Geschichte und steigt nicht in den literarischen Ring ihrer Dichter-Brüdern.

Im gleichen Tonfall registriert Marion Braschs Erzählerin, wie Gefühle von Liebe bei ihr immer wieder „verblassen“ – „einfach so“. Als sei dies kein großes Thema, berichtet sie offen von den Heimsuchungen ihrer „fahlen Gefährtin“ - einer Essstörung. Inmitten ihrer von der Geschichte zerrissenen Familie in einer zerrissenen Zeit. Nebenbei wird das buch so zu einem großen Buch über die Liebe oder ihre Abwesenheit.

„Abwesend“, denkt die Erzählerin am Ende des Romans. An einem Neujahrsmorgen legt sie auf drei Berliner Friedhöfen fünf Rosen für die Toten ihrer Familie nieder: „Jetzt seid ihr alle abwesend.“ Und dann: „Ab jetzt ist Ruhe.“ Jeden Abend sagten diese vier Wörter die Geschwister, bevor die Mutter das Licht löschte. Ein Ritual, um böse Geister zu vertreiben. Der Satz bündelt die Dringlichkeit, die man beim Lesen spürt: „Ab jetzt ist Ruhe“ musste geschrieben werden, damit die Autorin Ruhe finden konnte – mit einer Sprache, bei der die Erinnerung nicht verstummt.

Anderer Art sind die Erinnerung an Thomas Brasch, die der Schauspieler und Theaterautor Klaus Pohl geschrieben hat. Er folgt in seinem Buch „Kinder der Preußischen Wüste“ ebenfalls der Biografie des rebellischen Funktionärssohns. Ende der siebziger Jahre sorgte Brasch im Westen mit Stücken wie „Lovely Rita“ und „Rotter“ für Furore. Seine Filme „Engel aus Eisen“ (1981) und „Der Passagier“ (1988) wurden international ausgezeichnet. Nach 1989 verschrieb er sich an einem gigantischen Prosaprojekt. Doch Pohl erzählt neben Brasch auch die Lebensgeschichte der Sängerin Sanda Weigl. Sie kommt, wie Brasch, aus einer jüdischen Remigrantenfamilie, die zur DDR-Elite gehörte. Beide verteilten gemeinsam 1968 die Flugblätter gegen den Einmarsch in Prag. Auch Weigl wurde verhaftet und kam ins Gefängnis. Danach reiste sie später nach Westberlin aus. Die beiden waren früh ein Liebespaar und arbeiteten zusammen. Heute ist Weigl mit Klaus Pohl verheiratet. Beiden leben in New York. Kennengelernt hatten sie sich in den Westberliner Jahren, als Pohl in Braschs Filmen und Stücken auftrat und mit dem Autor ebenfalls befreundet war.

3716026565 Die Kinder der Preußischen Wüste
Klaus Pohl

Pohl ist selbst Zeitzeuge jener Biografien und hat wie kaum jemand anderes Zugang zu den engsten Weggefährten um Weigl und Brasch. Die Namen der Personen hat er zwar geändert, aber alles beruht auf einzigartigen Kenntnissen über die Untersuchungshaft und Gerichtsprozess vom Sommer 1968 oder zur Künstlerszene Westberlins. Hier könnte Literatur zur Geschichtsschreibung werden. Nur Pohl findet kein Verhältnis zu den Materialien, die ihm zur Verfügung stehen.

Schon mehrfach wurde über Thomas Brasch geschrieben. Bei Peter Schneiders „Mauerspringer“ (1982), in Barbara Honigmanns „Alles, alles Liebe“ (2000) und in Florian Havemanns „Havemann“ (2007). Wie Pohl waren alle drei eine Zeitlang enge Wegbegleiter Thomas Braschs.

3499135329 Der Mauerspringer
Peter Schneider

3423131357 Alles, alles Liebe!
Barbara Honigmann


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